Geschichte

Die Geschichte

Es war der Sommer 1983 als es in Nürnberg nahe der B2 eine Infoveranstaltung über Seifenkisten gab. Nach diesem Abend, war es Josef Braun und seinem Sohn Markus( 9) klar, daß sie beim nächsten Rennen dabei sein werden.

Der ganze Herbst und Winter wurde am Bau des neuen Renngefährts gebastelt, ehe es im Frühjahr ´84 losging.

Die Rennpremiere fand am Schweinauer Buck statt. Am ende des ersten Renntages wurde Markus siebter von einundzwanzig Startern, und wir waren uns sicher, daß das nicht das letzte Rennen war.

Als die Nachbarschaft am nächsten Tag die Zeitung aufschlug, sahen sie die mühsam gezimmerte gelbe Kiste von Markus mit der nicht ganz so schönen Überschrift : Mädchen fuhr Jungen davon .

Im gleichen Jahr starteten wir noch in Roth und in Nürnberg. Auf der Strecke Hallertor/Maxplatz im Rahemen des Altstadtfestes.

Inzwischen waren auch weitere Personen aus der Nachbarschaft Infiziert. Die zweite Kiste entstand im nu.  Die dritte und vierte Kiste bekamen wir von einem Bekannten geschenkt. Die Oldtimer unter den Seifenkisten waren vom Baujar ´56 und ´68 . So Starteten wir in die Saison ´85 mit vier Kisten und erstmals den Aufdruck Gartenstadt-Racing-Team.  Unsere Pioniere waren :

– Markus Braun
-Stefan Wiessler
-Matthias Rainert
-Marc Lachner

Damals mussten wir noch nicht so weit Reisen wie heute. Unsere Rennen waren in Gerolzhofen , Schwabach , Roth , Nürnberg , Bad Windsheim , Bamberg , Lauf , Coburg , Kitzingen , Herzogenaurach , Zirndorf , Erlangen , Rothenburg ob der Tauber usw . Die ersten Freundschaften mit anderen Rennställen wurden auch geknüpft, besonders in Erinnerung sind noch die guten Verbindungen nach Gerolzhofen die bis heute bestehen.

Für die Saison ´86 wurde einmal etwas neues versucht, und wir bauten unsere erste und einzige Gaudikiste die damals Stefan Kulla fuhr. Ein Highlight für uns war sicher  der Geburtstag von Stefan Wiessler, den wir auf dem Rennen in Herzogenaurach feierten. Auf einen Campinggrill machten Hans Wiessler und Josef Braun damals Würstchen für das ganze Fahrerlager.

In der Saisson ´ 87 Stieg Marc´s kleiner Bruder Rene´bei uns als Fahrer mit ein . Was Freundschaft auf einen Rennen ist, zeigte sich dann mal in Zirndorf wo Kurt Vetter (Gerolzhofen) und Josef Braun einmal eine verbogene Achse mit Hilfe eines Gullideckels wieder gerade bogen.

Ab der Saison 88 fing die „zweite generation Fahrer“ bei uns an und mit Peter Wohleben und Rene Scheibmaier kam Ersatz für Marc Lachner und Matthias Reinert.

1989 endete auch für Markus die Karriere mit einen zweiten Platz bei der Stadtmeisterschaft und der Teilnahme bei der Deutschen Maisterschaft mit Platz 100 von 101 . Unser Rennstall bekam nun  neue Fahrer. Mit Nicole Görres , Christian Görres , Mathias Görres und Alexandra Lehmaier  war nun das Team wieder komplett.

Paul Görres war mit sicherheit auch sehr von dem Sport infiziert und fing an für seine Kinder selber erfolgreich zu Bauen. Das Ergebniss waren Stadtmeisterschften und Bayrische Meisterschaften in der Junior und Senior Klasse für alle seine drei Kinder. Auch Heinz Lehmeier baute für seine Kinder jetzt die Kisten selber. Unvergessen sein VAG Bus mit Junior Technik, der in Nürnberg natürlich zur schönsten Kiste gewählt wurde.

Das Gartenstadt Racing Team fuhr so lange es in Nürnberg Rennen gab, also bis 1996 . In der Zeit schafte Rene´Scheibmaier zwei mal die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft und erreicht jedesmal gute Plätze im Mittelfeld. Markus Braun war in der Zeit in Erlangen Aktiv und durfte auch an der Ausrichtung von Rennen mitwirken. Von 1984-1996 fuhren insgesammt mehr als 20 Kinder mit den Kisten vom Gartenstadt-Racing Team.

Als im Februar 2003 Armin Braun Geboren wurde , sagte Opa Josef Braun „Etz mey ma widder a Seifenkistla baua!“

Im Jahr 2009 schenkten wir unseren Oldtimer aus dem Jahr 1956 dem Spielzeugmuseum Nürnberg . Wo das gute Stück Mittelpunkt einer Ausstellung war . Bei der Eröffnung der Ausstellung  waren neben Josef und Markus Braun auch der langjährige Fahrer der Kiste,Matthias Reinert anwesend.

Seit 2011 lebt das Gartenstadt – Racing Team wieder. Markus hat seinen Vater mittlerweile als Teamchef abgelöst.

Der Opa hat sein Versprechen wahr gemacht  und pünktlich zu Armins achten Geburtstag war der Bausatz da. Nun wurde in der Gartenstadt wieder gesägt, geschliffen , gespachtelt und geschraubt . Die erste Probefahrt am hauseigenen Kanalberg konnte starten. Viele Spaziergänger freuten sich, und erinnerten sich sofort zurück, das es das doch schon mal gab. Im Frühjar ´11 ging es erstmalig nach Rummelsberg auf ein Gaudirennen. Prompt ergatterte unser Rennfahrer im roten Rennanzug den zweiten Platz in der Zeitgleichheit. Und einen Fan hat er auch gewonnen, der ihm ein Paar neue “ Rennschuhe“ aus einem Herzogenauracher Unternehmen schenkte.

Gleich am nächsten Tag starteten wir in Gerolzhofen unser erstes „offizielles“ Rennen. Natürlich war der Opa mit von der Partie. Das gab ein Hallo. Immerhin waren die „alten“ Leute von früher noch zahlreich Vertreten. Man merkte gleich das der Draht nach fast  zwanzig Jahren noch da war, und die Technik der Kisten sich gewaltig geändert hatte.

Die Begeisterung für unseren schönen Sport schwappte auch gleich wieder über, sodass bereits noch in dieser Saison Jonathan und Silas Kübler einstiegen. Auch Cora Görres-Krug ( Tochter von Chris Görres) zog es auf die Rampe. Armin durfte bereits in seiner ersten Saison auf die DM nach Berlin fahren.

2012 fuhren wir in Nürnberg schon wieder mit einem Gastfahrer mehr :. Laila Ressler , deren Papa uns mit einem Kuchen in Form einer Seifenkiste bestens verpflegte. Schon gut, wenn man das Cafe Beer als Sponsor mit an Bord hat. Das gesammte Fahrerlager lies es sich schmecken.

In Kaufbeuren hatte noch ein bisher passives Mitglied ihren ersten Auftritt . Die erst 5 jährige Kerstin Braun wollte unbedingt fahren.

Auf der DM in Mettingen fuhren Armin und Jonathan in der Junior Klasse.

In der Winterpause wurde unser Kontingent aufgestockt. Unser neudazugewonnener Bastl´Wastl zimmerten ihr Meisterstück.

2013 stieg Cora  in die Seniorklasse auf und die Junior Kiste wurde  mit Lars Kauer neu besetzt. Nach nur einen Rennen in der Seniorkiste wurde Cora durch Aaron ersetzt .

Armin fuhr diese Jahr nicht nur in der Bay Meisterschaft sondern wir traten auch erstmals beim Verband Baden-Württemberg auf. Da uns die BW´ler sehr sympatisch waren, traten wir auch dort mit ein.  Mit der neuen Kiste konnte Armin als BW-Meister neben der DM auch die EM in Simmertath fahren.

In Nürnberg fuhren erstmalig zehn Kisten unseres Rennstalles mit. Man sah nur noch Gelb. Die Gartenstadtkinder waren Infiziert und auch als Zuschauer waren einige da, die noch gar nicht so recht wussten, was ihnen noch bevor stand.

2014 stieg Armin und Jonathan in die Seniorklasse auf und Kerstin war nach zwei Jahren schnuppern endlich alt genug um offiziell mitzufahren. Lars und Aaron verabschiedeten sich , dafür kamen Maxi Schleikofer ( Neffe von Rene Scheibmeier)  und unsere Hollweck-Schwestern Laura und Annika dazu. Auf die DM nach Bergkamen fuhren wir mit vier Fahrern.

2015 verließ uns Maxi und Jonathan trat etwas kürzer. Das war unser Jahr . Wir  stellten die Bayerischen Meisterinnen in der Junior und Open Class, und sahnten auf der DM in Duisburg einen Treppchenplatz ab. Markus wurde auserdem zum Regionalleiter Bayern ernannt. Somit auch Bundesvorstandsmitglied.

Klassisch in der Winterpause wurde eine neue Kiste für Armin gebaut, diesmal für die Elite XL Klasse.

2016 waren vier Stammfahrer und auch einige Gastfahrer im GRT vertreten. Im Nürnberger Erwachsenenrennen fuhr nach zwanzig Jahren wieder ein ehemaliges Mitglied. Martin Schlehlein traute sich noch einmal gegen Markus anzutreten. Mit den gewohnten vieren ging es nach Billerbeck auf die DM/EM . Am ende dieses schönen Wochenendes kamen wir wieder mit einem silbernen Kranz nach Hause.

Seit dem Frühjahr 2017 kann auch Armin im Bundesvorstand glänzen. Als Jugendvertreter.

Seit 2011 immer an unserer Seite: Die Einmannmerchendisignabteilung Seppe Broll. Auch Fam. Kübler ist (wenn auch passiv) noch dabei und springt kurzfristig für Aktionen mit ein. Ja -und die Hollwecks gehen mit uns durch Dick und Dünn. Für noch hoffentlich viele Jahre. Die Zeit vergeht, viele Freundschaften auch außerhalb Bayerns wurden geknüpft und gepflegt, und so manch ein Fahrer weiß gar nicht mehr , das es mal eine Zeit ohne Rennen gab.